Subsistenz, Subsidiarität und Künstliche Intelligenz: Transformation des Staates in einer post-knappen Infrastrukturgesellschaft

Abstract

Diese Dissertation untersucht, unter welchen Bedingungen eine Gesellschaft ohne klassischen Staat stabil, gerecht und leistungsfähig organisiert werden kann. Ausgangspunkt ist die These, dass der Staat historisch primär eine Institution zur Verwaltung von Knappheit ist. In einer Gesellschaft, in der jedem Individuum ab Geburt ein autarkes Tiny House garantiert wird und gesellschaftliche Koordination über eine transparente, öffentliche KI erfolgt, könnten viele klassische staatliche Funktionen obsolet werden. Die Arbeit entwickelt ein theoretisch fundiertes Modell einer solchen Gesellschaft, analysiert historische Einordnungen, entwirft Übergangsstrategien über 30–50 Jahre und untersucht realistische Gegenstrategien bestehender Staaten. Ziel ist die wissenschaftliche Grundlage für eine post-staatliche Infrastrukturgesellschaft zu liefern und die Risiken und Machbarkeitsgrenzen aufzuzeigen.

1. Einleitung / Problemstellung

Moderne Gesellschaften sichern Versorgung, Recht und Sicherheit, erzeugen jedoch Abhängigkeiten, Bürokratie und Machtkonzentration. Technologische Entwicklungen, insbesondere KI, ermöglichen eine neue Form der gesellschaftlichen Koordination, die ohne klassischen Staat funktionieren könnte.

2. Forschungsfrage

Hauptfrage:

Kann eine Gesellschaft unter Bedingungen gesicherter individueller Subsistenz und KI-basierter Koordination ohne klassischen Staat stabil, gerecht und leistungsfähig organisiert werden?

Teilfragen:

Welche staatlichen Funktionen werden obsolet?

Wie lässt sich ein normativ und institutionell tragfähiges, staatenloses Gesellschaftsmodell entwerfen?

Welche Übergangsstrategien sind realistisch innerhalb von 30–50 Jahren?

Welche Gegenmaßnahmen sind aus Sicht bestehender Staaten zu erwarten?

Welche technologischen, sozialen und geopolitischen Risiken sind zu adressieren?

3. Zielsetzung

Entwicklung eines funktionsfähigen Modells einer staatenlosen Gesellschaft

Historische Einordnung des Staates als Knappheitsinstitution

Erstellung einer realistischen 30–50-Jahres-Übergangsstrategie

Analyse staatlicher Gegenstrategien und Risikobewertung

Beitrag zu post-staatlicher Governance, KI-Ethik und Infrastrukturplanung

4. Theoretischer Rahmen

Utilitarismus: Bewertung von Wohlbefinden, Effizienz, Langfristigkeit

Altruismus / Gemeinwohlprinzip: Erklärung freiwilliger Kooperation

Subsidiarität: Dezentralisierung, Machtkontrolle

Politische Philosophie: Hobbes, Locke, Rousseau, Rawls

Anthropologie der Subsistenzgesellschaften

Infrastruktursoziologie, KI-Ethik

5. Methodik

Normativ-theoretische Analyse

Systemanalytische Funktionsanalyse

Szenario- und Übergangsplanung über 30–50 Jahre

Risiko- und Widerstandsanalyse bestehender Staaten

6. Aufbau der Dissertation

Einleitung

Historische Einordnung

Theoretischer Rahmen

Konzept einer staatenlosen Gesellschaft

Übergangsstrategien

Gegenstrategien bestehender Staaten

Diskussion: Chancen, Risiken, ethische Implikationen

Schlussfolgerungen und Ausblick

7. Zeitplan (48 Monate)

Jahr

Inhalt

1

Literaturrecherche, Theorierahmen, historische Analyse

2

Entwicklung des Gesellschaftsmodells, KI-Konzept, Verfassungsmodell

3

Übergangsstrategie, Szenarioanalyse, Gegenstrategien

4

Integration, Diskussion, Risikoanalyse, Schreibphase, Überarbeitung

4–4,5

Einreichung, Verteidigungsvorbereitung

8. Erwartete Ergebnisse

Funktionsfähiges theoretisches Modell einer staatenlosen Gesellschaft

Historische Bestätigung, dass der Staat primär eine Knappheitsinstitution ist

Praktisches 30–50-Jahres-Übergangsmodell

Analyse staatlicher Gegenstrategien und Risikobewertung

Beitrag zu post-staatlicher Governance, KI-Ethik, Infrastrukturplanung

9. Vorläufige Literaturhinweise

Hobbes, T.: Leviathan (1651)

Locke, J.: Two Treatises of Government (1689)

Rousseau, J.-J.: Du Contrat Social (1762)

Rawls, J.: A Theory of Justice (1971)

Mill, J. S.: Utilitarianism (1863)

Ostrom, E.: Governing the Commons (1990)

Castells, M.: The Rise of the Network Society (1996)

Brynjolfsson, E. & McAfee, A.: The Second Machine Age (2014)

Floridi, L.: The Ethics of Artificial Intelligence (2018)

Anthropologische Studien zu Subsistenzgesellschaften

Studien zu Infrastrukturstaat, KI-gestützter Governance

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