Übergangsplan zum Umbau der juristischen Person

von der heutigen Ordnung → zu einer „post-juristischen-Person“-Gesellschaft

PHASE 1: Transparenz & Haftung verschärfen (0–5 Jahre)

Ziel: Verantwortung sichtbar machen, ohne Strukturen zu zerstören.

1. Erweiterte persönliche Haftung

Geschäftsführungen, Vorstände, Aufsichtsräte haften persönlich und unbegrenzt bei:

  • Umweltzerstörung
  • Menschenrechtsverletzungen
  • systemischem Betrug
  • Keine Ausrede mehr durch „Konzernentscheidung“

2. Öffentliche Verantwortlichkeitsregister

Jedes Unternehmen muss offenlegen:

  • wer real entscheidet
  • wer profitiert
  • wer Risiken trägt

3. Gewinnbegrenzung bei systemrelevanten Unternehmen

  • Energie, Wasser, Wohnen, Nahrung, Gesundheit:
  • gedeckelte Gewinne
  • Pflicht-Reinvestitionen

PHASE 2: Umwandlung statt Abschaffung (5–15 Jahre)

Ziel: Juristische Personen schrittweise ersetzen, nicht verbieten.

4. Neue Rechtsform: „Verantwortungsgemeinschaft“

  • Ersetzt klassische Kapitalgesellschaften.
  • Merkmale:
  • kein anonymer Besitz
  • reale Menschen tragen Verantwortung
  • Entscheidungen sind nachvollziehbar
  • Gewinne sind Mittel, kein Zweck

5. Bevorzugung kooperativer Modelle

  • Genossenschaften
  • Mitarbeiter-Eigentum
  • Gemeinwohl-Unternehmen
  • Klassische Konzerne:
  • verlieren Privilegien
  • zahlen höhere Risiko- und Umweltabgaben

6. Schrittweise Entmachtung globaler Konzerne

  • Zerschlagung bei Übergröße
  • regionale Obergrenzen
  • Verbot von Lobbyismus

PHASE 3: Rückbau der juristischen Person (15–30 Jahre)

Ziel: Juristische Person verliert ihre dominante Rolle.

7. Vertragsfähigkeit natürlicher Personen & Kollektive

  • natürlichen Personen
  • klar definierten Kollektiven
    geschlossen
  • Haftung ist geteilt, aber real
  • 8. Eigentum wird Nutzungsrecht
  • Kein absoluter Besitz mehr an:
  • Boden
  • kritischer Infrastruktur
  • Langfristige Nutzungsrechte statt Eigentum

9. Staat als Hüter, nicht als Herrscher

  • setzt Rahmen
  • schützt Gemeingüter
  • schlichtet Konflikte
  • Keine Steuerung des Alltags

PHASE 4: Post-juristische Gesellschaft (30+ Jahre)

Ziel: Funktionierende Ordnung ohne juristische Person.

10. Wirtschaft ohne Wachstumszwang

  • Produktion nach Bedarf
  • lokale Kreisläufe
  • technologische Innovation ohne Profitdruck

11. Soziale Absicherung als Basis

  • bedingungslose Grundabsicherung
  • Arbeit = Beitrag, nicht Zwang

12. Konfliktrealismus

  • klare Sanktionen
  • unabhängige Gerichte
  • keine naive Harmonieannahme

Die juristische Person kann nicht einfach abgeschafft werden. Sie muss zuerst entwaffnet, dann ersetzt, dann überflüssig gemacht werden.

 Phasen, Ziele, Maßnahmen, Stakeholder und KPIs.

Zivilisation 0 – Schrittweise Umsetzung

Phase 1 – Konzept & Proof of Concept (0–12 Monate)

Ziel: Machbarkeit und Wirkung der Vision

Maßnahmen:

  • Aufbau eines Pilotprojekts
  • Design & Bau von 5–10 Tiny Houses mit autarker Versorgung
  • Community-Integration testen: gemeinschaftliche Räume, Bildungs- und Freizeitangebote
  • Dokumentation von Nutzung, Zufriedenheit, sozialen Effekten

Stakeholder:

  • Architektur- & Ingenieurpartner
  • Medienpartner für Sichtbarkeit

KPIs:

  • Nutzerzufriedenheit ≥ 80 %
  • Positive Medienresonanz (Berichte, Social Media)
  • Technische Funktionsfähigkeit aller autarken Systeme

Phase 2 – Skalierung & Pilotnetzwerke (12–36 Monate)

Ziel: Multiplikation des Modells und Aufbau internationaler Pilotprojekte.

Maßnahmen:

  • 50–100 Tiny Houses in mehreren Regionen / Ländern
  • Standardisierung von modularen, nachhaltigen Designs
  • Aufbau von Community-Netzwerken zur sozialen Integration
  • Start von Bildungsprogrammen zur Selbstbestimmung und Autarkie
  • Monitoring- und Feedbacksystem einführen

Stakeholder:

  • Internationale NGOs, UN-Programme
  • Universitäten / Forschungseinrichtungen
  • Finanzpartner & Impact-Investoren

KPIs:

  • Anzahl Pilotprojekte ≥ 5 Länder
  • Positive Veränderung sozialer Indikatoren (Sicherheit, Gesundheit, Bildung)
  • Kosten pro Tiny House stabil / optimiert

Phase 3 – Politische Einbindung & Finanzierung (24–60 Monate)

Ziel: Gesetzliche Verankerung & internationale Akzeptanz erreichen.

Maßnahmen:

  • Lobbyarbeit für Tiny-House-Grundrecht bei Kommunen, Ländern, UN
  • Erstellung von Policy-Papern und Handlungsempfehlungen
  • Finanzierungsmodelle aus öffentlichen Mitteln, NGOs und Impact-Investoren sichern
  • Kommunikation: Fallstudien, Social-Media-Kampagnen, internationale Medien

Stakeholder:

  • Regierung / Ministerien für Soziales, Städtebau, Bildung
  • Internationale Organisationen (UN, Weltbank, EU)
  • Medien & Influencer

KPIs:

  • Gesetzliche Anerkennung in mindestens 1–2 Ländern
  • Beteiligung internationaler Förderprogramme
  • Reichweite der Medienkampagnen > 1 Mio Menschen

Phase 4 – Globale Skalierung & Friedenswirkung (5–15 Jahre)

Ziel: Breite Umsetzung, globale Wirkung auf Sicherheit, Stabilität und Frieden.

Maßnahmen:

  • Ausbau auf Millionen Tiny Houses weltweit
  • Vernetzung aller Communities über Plattformen / digitale Netzwerke
  • Kontinuierliche Evaluation der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Effekte
  • Friedenskommunikation: Tiny Houses als Instrument globaler Stabilität

Stakeholder:

  • Regierungen weltweit
  • UN & internationale NGOs
  • Globale Medienpartner
  • Forschungseinrichtungen

KPIs:

  • Anzahl Menschen mit sicherem Zuhause weltweit
  • Reduktion von Konflikten und Migration aus existenzieller Not
  • Positive langfristige Trends bei sozialen Indikatoren

Phase 5 – Nachhaltige Optimierung & Innovation (laufend)

Ziel: Technische, soziale und ökologische Systeme kontinuierlich abfragen.

Maßnahmen:

  • Forschung zu Energie, Wasser, Kreislaufwirtschaft
  • Ausbau modularer Designs für unterschiedliche Kulturen und Klimazonen
  • Community-gesteuerte Anpassungen und Innovationen fördern
  • Monitoring langfristiger gesellschaftlicher Effekte

KPIs:

  • Technische Autarkie ≥ 95 % zuverlässig
  • Nutzerzufriedenheit ≥ 90 %
  • Nachhaltige Ressourcennutzung (CO₂, Wasser, Energie)

 

Kipppunkte des Systems

Kipppunkte sind keine einzelnen Ereignisse, sondern Zeitzonen in der Gesellschaft, in denen sich Dynamiken selbst verstärken. Die wahrscheinlichsten Kipppunkte – also jene Momente, an denen ein utilitaristisch-altruistisches, subsidiäres und subsistenzbasiertes System nicht mehr nur für ein paar wenige existiert, sondern sich in der breiten Masse umschlägt. 

1. Der psychologische Kipppunkt: 
Sicherheit ohne Vorleistung

Was kippt:
Existenzangst weicht intrinsische Motivation. Sobald eine kritische Masse von Menschen erlebt, dass:

  • ihre Grundbedürfnisse zuverlässig gedeckt sind ohne Gegenleistungszwang
  • soziale Teilhabe nicht an Erwerbsstatus gekoppelt ist
  • verändert sich Verhalten messbar:
  • Risikobereitschaft für sinnvolle Tätigkeiten steigt
  • Konkurrenzverhalten nimmt ab
  • Kooperationsnetzwerke entstehen spontan

2. Der ökonomische Kipppunkt: 
Rendite weicht Resilienz

Was kippt:
Kapitalrendite weicht Systemstabilität. Der Kipppunkt wird erreicht, wenn wiederkehrende Krisen die erwartete Rendite systemisch untergraben während resiliente, regionale Modelle nachweislich besser durchhalten

3. Der institutionelle Kipppunkt
Subsidiarität ersetzt Staat 

Was kippt:
Zentralsteuerung weicht der lokalen Entscheidungsfähigkeit

  • Wenn Kommunen oder Regionen 
  • Grundversorgung effizienter organisieren
  • schneller reagieren als Zentralstaaten
  • höhere Akzeptanz und Vertrauen genießen
  • entsteht ein Legitimationsgefälle.

4. Der kulturelle Kipppunkt:
Status weicht Besitz

Was kippt:

  • sozialer Beitrag wird wichtiger als Materieller Status
  • gesellschaftliche Anerkennung durch Care-Arbeit
  • Vorbildfunktion wird anders definiert

nicht mehr Reichtum, sondern:

  • Verantwortung
  • Kompetenz
  • Fürsorge belohnen.

5. Der technologische Kipppunkt: Arbeitszwang weicht Tätigkeitsfreiheit

Was kippt:

  • menschliche Arbeit wird strukturell verändert
  • Arbeit verliert ihre Existenzfunktion
  • Sinnfragen treten in den Vordergrund

6. Der politische Kipppunkt: 
Legitimität weicht Legalität

Was kippt:
Formale Macht weicht sozialer Akzeptanz

Wenn Menschen Entscheidungen als legitim empfinden, werden sie ohne Zwang kooperieren, Regeln freiwillig einhalten dann wird Repression ineffizient und teuer.

Macht wird abhängig von Vertrauen. Systeme, die nur auf Kontrolle setzen, kollabieren an ihren Kosten.

7. Der globale Kipppunkt: 
Nachahmung weicht Ideologie

Was kippt:
Geopolitischer Wettbewerb weicht funktionale Konvergenz

Sobald ein System stabiler durch Krisen kommt, höhere Lebenszufriedenheit erreicht und weniger soziale Spannungen zeigt, dann beginnen andere Gesellschaften es zu kopieren – unabhängig von Ideologie.

8. Der wichtigste Meta-Kipppunkt: 
Der menschliche

Der entscheidende Moment ist der, in dem Menschen erkennen, dass Kooperation kein moralisches Ideal,
sondern die rationalste Strategie ist. Ab da kippt das System nicht durch Revolution, sondern durch Unumkelrbare Erfahrungen.

Entscheidungen wandern nach unten, weil sie dort besser funktionieren.

Arbeitsmärkte können nicht mehr als Disziplinierungsinstrument dienen. Die
Gesellschaft muss neu definieren, warum Menschen tätig sind, warum sie arbeiten sollen.

Transformation breitet sich durch Nachahmung, nicht Missionierung aus.

Souveränität wird neu verteilt. Zentralstaaten verlieren Autorität.

Ab hier funktionieren Drohungen („sonst verlierst du alles“) nicht mehr.

Angst ist der zentrale Steuerungsmechanismus heutiger Systeme. Fällt sie weg, brechen viele alte Anreizmodelle gleichzeitig zusammen.

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