Utilitarismus und Altruismus in einer Gesellschaft auf Basis von Subsidiarität und Subsistenz

Beschreibung 

Die Zivilisation 0 ist darauf ausgerichtet, das größtmögliche Wohlergehen für alle zu schaffen, ohne individuelle Verantwortung oder lokale Selbstbestimmung aufzugeben. Sie verbindet utilitaristisches Denken (Maximierung des Gesamtnutzens) mit Altruismus (gegenseitige Fürsorge) und organisiert sich nach den Prinzipien Subsidiarität (Höchster Schutz und Selbstbestimmung) und Subsistenz (Autarke Selbstversorgung).

1. Wertefundament

Utilitarismus
Politische und wirtschaftliche Entscheidungen werden danach bewertet, welchen Beitrag sie zum allgemeinen Wohlergehen leisten. Dabei zählen nicht nur materielle Faktoren, sondern auch Gesundheit, Bildung, soziale Teilhabe, ökologische Stabilität und psychisches Wohlbefinden.

Altruismus
Die Gesellschaft versteht Solidarität nicht als Zwang, sondern als kulturelle Norm. Menschen erkennen, dass das Wohlergehen des Einzelnen untrennbar mit dem Wohlergehen der Gemeinschaft verbunden ist. Kooperation wird höher bewertet als Konkurrenz.

2. Subsistenz als gesellschaftliche Untergrenze

Jeder Mensch hat garantierten Zugang zu den grundlegenden Lebensressourcen: Nahrung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung, Energie und Wasser. Diese Subsistenzsicherung ist bedingungslos, da sie als Voraussetzung für Freiheit, Verantwortung und gesellschaftliche Teilhabe gilt. Niemand muss seine Existenz rechtfertigen, um ein würdiges Leben führen zu dürfen.

3. Subsidiarität als Organisationsprinzip

Entscheidungen werden immer auf der niedrigstmöglichen Ebene getroffen. Individuen entscheiden über ihr eigenes Leben. Familien und Nachbarschaften organisieren lokale Belange. Gemeinden regeln Infrastruktur, Bildung und Versorgung. Übergeordnete Ebenen greifen nur ein, wenn lokale Lösungen nicht ausreichen. Der Staat ist ermöglichend, nicht dominierend. 

4. Wirtschaftssystem

Die Wirtschaft ist nutzenorientiert statt profitorientiert. Unternehmen sind häufig genossenschaftlich oder gemeinwohlbilanziert, Ressourcenverbrauch wird am langfristigen Gesamtnutzen gemessen. Die Arbeit dient sowohl persönlicher Entfaltung als auch gesellschaftlichem Beitrag. Die Produktivität wird genutzt, um Leid zu reduzieren und Lebensqualität zu erhöhen, nicht um künstliche Knappheit zu erzeugen.

5. Soziales Zusammenleben

Status entsteht durch Beitrag zum Gemeinwohl, nicht durch Besitz. Care-Arbeit, Bildung und ökologische Pflege haben hohen gesellschaftlichen Wert. Konflikte werden vorrangig durch Mediation und kollektive Verantwortung gelöst. Vielfalt wird als Nutzenfaktor betrachtet, nicht als Störgröße.

6. Freiheit und Verantwortung

Individuelle Freiheit ist zentral, endet jedoch dort, wo sie den Gesamtnutzen deutlich mindert. Verantwortung entsteht nicht aus Zwang, sondern aus sozialem Bewusstsein. Wer abgesichert ist, kann Verantwortung übernehmen. Wer eingebunden ist, handelt solidarisch.

7. Langfristige Perspektive

Diese Gesellschaft denkt generationenübergreifend - ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigen zukünftige Menschen und fördert Bildung und Empathie.

Es gibt keine Überbevölkerung.

Das Problem ist nicht die Zahl der Menschen.

Wenn es soziale Sicherheit gibt, sinkt der Druck, viele Kinder zu bekommen. Sinkende Kindersterblichkeit führt paradoxerweise zu weniger Geburten, weil Eltern nicht „auf Vorrat“ Kinder bekommen müssen. Überbevölkerung lässt sich langfristig und ethisch nur durch freiwillige, soziale und strukturelle Maßnahmen in den Griff bekommen – nicht durch Zwang oder Gewalt. Wo Menschen frei, sicher und selbstbestimmt leben, stabilisiert sich die Bevölkerungszahl fast immer von selbst.

Forschung und historische Erfahrungen zeigen ganz klar, was eine positive Entwicklung der Bevölkerungsanzahl bestimmt:

1. Bildung – besonders für Mädchen und Frauen

Je höher der Bildungsstand, desto geringer die durchschnittliche Kinderzahl. Bildung führt zu:

  • späterem Kinderkriegen
  • besserem Zugang zu Informationen
  • mehr Selbstbestimmung über das eigene Leben
  • Dassind die wirksamsten Faktoren überhaupt.

2. Freiwillige Familienplanung

  • Zugang zu Verhütungsmitteln
  • medizinische Aufklärung
  • Beratung ohne Zwang oder Stigmatisierung

Wichtig: Menschen entscheiden sich freiwillig für weniger Kinder, wenn sie echte Wahlmöglichkeiten haben.

3. Gleichberechtigung

  • In Gesellschaften mit mehr Gleichstellung:
  • haben Frauen mehr Kontrolle über ihr Leben
  • sind große Familien seltener notwendig.

4. Soziale Sicherheit

In armen Regionen dienen viele Kinder oft als:

  • Altersvorsorge
  • Arbeitskraft
  • Absicherung gegen Krankheit

5. Subsidiarität als Machtethik

Subsidiarität bedeutet Selbstbestimmung vor Fremdbestimmung und lokale Kompetenz vor zentraler Kontrolle.

Identität entsteht durch Zusammenleben, nicht durch Herrschaft.

Die Identität der Zivilisation 0 würde sich nicht über feste staatliche Merkmale definieren (Nation, Regierung, Gesetze), sondern über gemeinsame Werte, Praktiken und Beziehungen. 

  • Ablehnung von Autorität als Kernwert
    Die Identität wäre stark geprägt von der gemeinsamen Überzeugung, dass niemand von Natur aus das Recht hat, über andere zu herrschen. Macht soll nicht zentralisiert sein.
  • Gemeinschaft statt Staat
    Anstelle einer nationalen Identität („Wir sind Bürger von …“) gäbe es eher lokale oder gemeinschaftliche Identitäten: Kollektive, Kommunen, Nachbarschaften, Arbeitsgemeinschaften.
  • Freiwilligkeit und Selbstorganisation
    Identität entsteht durch das aktive Mitgestalten: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Kooperation ist freiwillig. „Ich bin Teil davon, weil ich mitmache“, nicht !weil ich keine andere Wahl habe".
  • Solidarität und gegenseitige Hilfe
    Viele anarchistische Strömungen sehen gegenseitige Unterstützung als zentrales Identitätsmerkmal: Man definiert sich über Verantwortung ohne Zwang.
  • Vielfalt statt Einheitlichkeit
    Ein anarchistisches Volk hätte vermutlich keine einheitliche kulturelle Identität. Unterschiedliche Lebensweisen, Werte und Ausdrucksformen würden nebeneinander existieren, ohne einer Norm unterworfen zu sein.

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